Kundendienst

Nicht alles ist gfreut, aber wenn’s gfreut endet, dann ist es gut. Und diese Geschichte endete gfreut. Dank Hostpoint.

Für einige von euch macht das nachfolgende Telefongespräch Sinn und für alle anderen ist es einfach ein Beispiel dafür, wie Kundendienst nicht, oder doch, aussehen sollte.

Schlechte Hosting Firma, Teil 1

Ein Kunde hatte bereits zwei Websites bei der Hosting Firma X, die ich lieber nicht nennen möchte. Meine Aufgabe war es, eine weitere Website mit WordPress bei diesem Hoster einzurichten. Eigentlich ganz einfach! Ich loggte mich ein, versuchte mich zurechtzufinden. Keine Chance. Um zum Control Panel zu gelangen, musste ich mich bei einer anderen URL und mit einem anderen Passwort anmelden. Das tat ich. Ich schaffte es, die Website URL zu erstellen, fand aber keinen einfachen Weg WordPress mit „einem Klick“ zu installieren.

Ich suchte die Fragen&Antworten ab, sowie die Anleitungen. Da war die Rede vom einfachen „One-Click“, ich fand dies aber auch bei der zweiten Suche nicht. Die Anleitung versprach ein Video, dieses spielte nicht ab. Da ruf ich doch rasch an und frage nach, dachte ich mir, schliesslich werben die damit, einer der besten Schweizer Hoster zu sein. Eine Telefonnummer fand ich ebenfalls nicht.

Schlechte Hosting Firma, Teil 2

Kein Problem, dachte ich weiter, obwohl ich mich schon ein wenig nervte, die wollen offensichtlich nicht, dass ich anrufe. Schreibe ich eben ein Tweet. Gedacht, getan. Als ich nach 24 Stunden noch keine Antwort hatte, versuchte ich es mit dem Online-Support. Ich loggte mich wieder ein und hinterliess eine Nachricht. Eine Antwort kam zurück, ging aber nicht genau auf meine Frage ein. Das Supportteam riet mir nämlich, den „One-Click“ Knopf zu verwenden, obwohl ich geschrieben hatte, dass ich den vergebens gesucht hatte. Ich durchsuchte die Website ein weiteres Mal nach einer Telefonnummer und fand sie. Der Anruf würde mich doch ziemlich viel kosten. Janu, dachte ich, das ist jetzt wichtig und rief an.

Schlechte Hosting Firma, Teil 3

Der Herr am Telefon war nett. Aber nett half mir in diesem Moment nicht wirklich weiter. Ich erklärte meine Situation und er schaute nach.

„Das geht nicht. Eine WordPress Installation mit einem Klick können Sie nur bei einer Website Ihres Kontos machen. Die restlichen WordPress Installationen müssen Sie manuell erledigen. Darum haben Sie auch diesen Knopf nirgends gefunden.“

Jetzt schluckte ich zum ersten Mal tief. Ehrlich? Was für ein komisches Konzept. Janu, dachte ich wieder, eine manuelle Installation ist nicht schwierig, es graulte mir aber davor, weil ich mich wirklich auf ihrer Oberfläche nicht zurechtfand.

„Haben Sie denn kein so praktisches Control Panel, wie ich es von Hostpoint kenne?“ fragte ich nach. Hostpoint ist die Hosting Firma, mit der ich normalerweise zusammenarbeite.

„Doch, das können Sie haben, das kostet nur ein paar Rappen mehr pro Monat.“

„Das sind gute Nachrichten! Kann ich dann WordPress auf mehreren Seiten mit einem Klick installieren?“

„Ja, das geht.“

„Können Sie bitte diesen Kunden gleich auf dieses Control Panel aufschalten? Ich möchte das gerne in den nächsten Tagen erledigen.“

„Das geht nicht. Dazu müssen Sie das alte Konto aufheben und ein neues erstellen.“

„Ok, das kann ich machen“, sagte ich bereits etwas knurrend, „können Sie dann bitte gleich die anderen Websites übertragen?“

„Nein, das geht nicht, diese müssen Sie manuell umziehen.“

Nun klickte es in meinem Kopf. Wenn ich eh die Websites manuell umziehen müsste und diese Arbeit hätte, dann sicher gleich zu einer Hosting Firma, die etwas taugt! Ich bedankte mich und beendete das Gespräch. Bei Hostpoint hatte ich das neue Konto und die WordPress Websites mit wenigen Klicks und einem überaus zuvorkommenden Gespräch sehr rasch eingerichtet.

Danke, Hostpoint, euer Service ist super!

Schlechte Hosting Firma, Teil 4

Das kurze Telefongespräch mit der Firma X kostete mich CHF 19.00, eine Tweet-Antwort kam nach ca. 3 Wochen mit der Frage, ob das Problem gelöst sei. Ja, es war gelöst, vielleicht nicht so, wie sie es sich gewünscht hätten.

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